Fiji Island und Miami Beach

Bula Bula

Das ist Fidschi und bedeutet so viel wie „Hallo“.

altIch bin in Fiji angekommen und habe 10 Tage Sonnenschein, blaues Wasser, Palmen und herrliche Strände vor mir. Ich entscheide mich für ein Island Hopping auf dem Yasawa Archipel. Dieses liegt im Südpazifik, nordwestlich der Hauptinsel, und ist unter anderem bekannt geworden durch den Film „Cast Away“ mit Tom Hanks, der auf Monuriki gedreht wurde. Mit einem Katamaran geht es in 5 Stunden auf die nördlichste Insel. Es ist wirklich so wie in Reiseprospekten beschrieben: Unzählige Inseln mit Kokusnusspalmen und endlosen weissen Stränden ziehen an uns vorbei. An einer der ca. 330 Inseln steigen wir auf ein kleines Fischerboot um, welches uns in die Lodge bringt. Nach dem obligatorischen Bula Bula bei der Ankunft merkt man schnell, dass es eine andere Welt ist. Kein Strom, einfache Unterkünfte und nur keine Hektik. Viele der Inseln kann man in wenigen Minuten umrunden.

“THE ONLY URGENCY IS THE HURRY TO SLOW DOWN”

altGut, dass das Wasser ca. 30 Grad warm ist und die Riffe zum Schnorcheln direkt am Strand liegen. So hat man ein wenig Abwechslung. Es gibt auch Kajake auszuleihen, mit denen man dann zu ganz einsamen Stränden paddeln und Robinson Crusoe spielen kann. Ich lerne auch, wie man eine Kokosnuss knackt und Kokosnussmilch macht, leckere Sache.
Ansonsten ist es empfehlenswert, mehrere Bücher mit mindestens 500 Seiten mitzunehmen und diese in der Hängematte am Strand zu geniessen. Abends finden diverse einheimische Veranstaltungen statt, wie z.B. Bulatanz, Krebsrennen, Kava-Zubereitung etc., um die internationale jugendliche Gästeschar zu unterhalten. Kava ist auf Fidschi ein sehr beliebtes Getränk und wird aus der Pfefferbaumwurzel hergestellt. Die Wurzel wird zerstampft und mit Wasser aufgesetzt und hat eine leicht narkotisierende Wirkung. Das braune Gebräu wird aus einer kunstvoll geschnitzten grossen Schale in eine Kokosnussschale gegossen. Bevor man die Schale in Empfang nimmt, klatscht man einmal in die Hände. Dann soll man die braune Flüssigkeit in einem Zug austrinken, Bula rufen und noch dreimal klatschen. Die Brühe sieht aus wie braunes, dreckiges Abwaschwasser, echt unappetitlich. Ich versuche es mit einer Schale und widme mich danach lieber einem kühlen Bier.

Ich muss mich an den neuen Lebensstil nach 10 Wochen im Sattel erst gewöhnen.

altSo geht es 10 Tage lang von Insel zu Insel. Ich geniesse das Tauchen, Schnorcheln, meine Bücher, die ich seit meiner Abreise dabei habe und natürlich die Hängematte. Doch alles Schöne geht auch mal vorbei und so heisst es Abschied nehmen von einer wunderschönen Inselwelt mit sehr netten Einheimischen.


 

 Es geht über Los Angeles nach Miami Beach. Unterwegs überquere ich noch die Datumsgrenze und geniesse einen Tag 2 mal.

altIch bleibe 4 Tage in Miami Beach direkt am Ocean Drive und bin erschlagen von der Grösse der Stadt und den vielen Harley Davidsons, Hummers, Corvettes etc. Diese fahren jeden Abend den Ocean Drive rauf und runter, nur um gesehen zu werden. Ich mache einen Abstecher in die Everglades und schaue mir dort die Alligatoren an. In Miami Beach sind die Art Deco Häuser vom Verfall gerettet worden und geben der Stadt ein schönes Ansehen. Während einer Hafenrundfahrt können wir Star Island und Hibiscus Island bestaunen. Dort residiert die Creme de la Creme in ihren Villen mit eigenem Bootssteg. Dazu zählen Ringo Star, Julio Iglesias, die Bee Gees und viele, viele mehr.

Jetzt ist es endgültig soweit: Nach 12 Wochen und einmal um die Welt heisst es nun in Richtung Zürich zu fliegen. Ich tue es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich habe soviel Schönes gesehen und erlebt und tolle Leute kennen gelernt. Da fällt es schwer, Abschied zu nehmen. Auf der anderen Seite freue ich mich auf den Zürisee und das Skifahren.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit nochmals bei Timur und Daniel bedanken, die es möglich gemacht haben, dass Ihr meine Berichte und Fotos im Internet sehen könnt. Ein grosses Merci auch an alle, die mich mit ihren E-Mails auf dem laufenden gehalten haben und so den Kontakt in die Heimat aufrecht erhalten haben. 
Alles Gute

Günter
März 2010