goEast Griechenland

Das Land, in dem die Wiege der Zivilisation stand.

Die Fähre von Cesme in der Türkei auf die vorgelagerte griechische Insel Chios dauert nur gut 40 Minuten und schon bin ich im vorletzten Land auf meiner Tour und im Euro Land. Ich habe genug Zeit bevor die Fähre von Chios auf das griechische Festland nach Piräus geht. So erkunde ich den südlichen Teil der Insel und finde in Mesta eine herrliche mittelalterliche Altstadt mir engen Gassen, ein Labyrinth mit zahlreichen originellen Geschäften und Tavernen. Der Süden von Chios ist auch bekannt durch den Anbau von Masticha, auch Mastix (Gummi) genannt, der Mastix-Pistazienbaum produziert eine Art Gummiharz das schon von den Römern zur Zahnreinigung genutzt wurde. Vom Rohprodukt zum Verkaufsprodukt ist es ein sehr aufwendiger Prozess, welcher von den ansässigen Frauen erledigt wird. Stundenlang sieben sie die glasigen Bruchstücke mit Wasser bis aller Dreck beseitigt ist. Zufälligerweise ist der Fernsehsender ARTE Vorort um über die Gewinnung von Mastix eine Dokumentation zu drehen. Ein schönes Museum informiert sehr genau über die Geschichte und Produktion von Mastix. Nach einer sehr schönen Tour durch den südlichen Teil der Insel geht es mit der Fähre weiter auf das Festland nach Piräus. Dort komme ich morgens um 6:30 im Hafen von Piräus an und erlebe ein Verkehrsaufkommen was alles sprengt. Ich flüchte in Richtung Westen und komme wohlbehalten in Korinth an. Das ganze auf einer Autobahn mit Maut die vom feinsten ist. In Korinth spielt sich das Leben in den unzähligen Cafés beim Kaffee trinken ab. Das ganze macht einen sehr entspannten Eindruck und ich geniesse wieder mal einen ausgezeichneten Espresso. Mein erstes Tsatsiki mit frischem Brot ist ein purer Genuss. Da es mich nach Hause zieht fahre ich weiter über Patras an die Westküste nach Preveza. Dort ist die Sommersaison schon vorbei und ich muss nach einer Unterkunft längere Zeit suchen. Ein griechischer Salat und Anchovis am Strand bei schönstem Sonnenschein tun einfach gut. Ich bekomme dort den Tipp, nicht die Autobahn nach Ioannina zu nehmen, sondern über das Gebirge und Pramanda zu fahren. Die Tagestour wird zu einer der schönsten Etappen auf der ganzen Tour. Ein auf und ab, von Meereshöhe auf 1000m über dutzende von Serpentinen mit Schluchten die an den Wallis erinnern, Abgründe rechts von 100m und mehr machen die Route zu einem unvergesslichen Erlebnis. In Ioannina angekommen gibt es mit der dortigen Burg noch eine Sehenswürdigkeit. An der Kasse werde ich sehr charmant gefragt ob ich schon 65 Jahre alt bin. Als ich nicke, muss ich nur 2 Euro  Eintritt bezahlen, anstatt 5. Im historischen Stadtteil spielt sich das Leben auf der Strasse ab. Unzählige Cafés sind voll mit den Bewohnern und Besuchern. Es geht weiter nach Igoumenitsa, von wo aus die Fähre nach Brindisi geht. Unterwegs schaue ich mir noch in Dodona das Freilichttheater an und werde wieder nach meinem Alter gefragt. Am Hafen kaufe ich das Ticket nach Brindisi (95 Euro) und geniesse das lebendige Leben und gute Essen an der Promenade. 

Eine Woche in Griechenland war sehr kurz, aber voller Sonnenschein, aufgestellter Menschen, tolle hügelige Landschaft, gutes Essen, ein Grund das Land nochmal zu besuchen. 

 Lieben Gruss aus Igoumenitsa

Günter

19. Oktober 2019

gefahrene Route:

Griechenland 

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