Schweden

Gute 4 Stunden benötigt die Fähre von Grenaa in Dänemark nach Varberg in Schweden. Sobald das Schiff die 7 Meilen Zone verlasen hat, öffnet der Duty Free Laden, und dann geht es los. Ein Gedränge wie man es sich nicht vorstellen kann. Die Leute kommen mit ihren klappbaren Rollwägen und dann wird geladen bis das Ding sich biegt.

Natürlich mit Bier und Spirituosen. Es gibt auch Leute die mit ihrem übergrossen Rollkoffer es ein wenig dezenter machen, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.

Anscheinend lasse ich den schönen dänischen Sommer hinter mir. In Varberg ist es grau und die Temperaturen sind gute 10Grad weniger wie in Dänemark. Kaum im B&B (100Euro) eingecheckt geht es ins Städtchen etwas essen. Fast alles ist in Blau-Gelb gekleidet. Schweden hat wohl bei der EM verloren und ist ausgeschieden, aber das stört die Fans nicht. Es wird gejohlt, gesungen und natürlich getrunken. Nach dem eher ruhigen Dänemark eine Art Kulturschock.

Ich schaue mir noch die Festung in Varberg an, wo es zufällig eine Fahrradsonderaustellung gibt. Dort wird die Geschichte des Vehikels über 100 Jahre mit Original Objekten dargestellt. Dann geht es in Richtung Norden nachGöteburg. Die Nordseeküstentour ist nicht so optimal wie in den Ländern zuvor ausgeschildert, aber irgendwie finde ich doch ohne grosse Umwege den richtigen Weg. Es geht weiter direkt an der Küste entlang, mit Dünen und Sandstrand. In Göteburg mache ich 3 Tage Pause und geniesse es wieder mal in einer Grossstadt zu sein. Ich besuche das interessante Kunstmuseum und lasse mich mit dem Touristenboot durch die Kanäle schippern. Das Wetter bleibt bewölkt mit Temperaturen so um die 16 Grad, zum velofahren optimal. Zwischendurch erlebe ich noch hautnah das Midsummer Fest hier in Schweden. Das ist hier nicht am 21. Juni, sondern der offizielle Feiertag ist der Samstag, aber es wird schon am Freitag gefeiert. Früher war in Schweden am 24. Juni der Mittsommertag. Heute wird zwischen dem 20. und 25. Juni gefeiert, je nachdem welcher Tag in dieser Zeit auf den Samstag fällt. Es ist ein ausgelassenes Fest, das eine fast so grosse Bedeutung wie Weihnachten hat. Gleichzeitig fangen auch die 5 Wochen Urlaub in Schweden an, was sich am Strassenverkehr bemerkbar macht. 

Weiter auf der Küstenstrasse gelangt man nach Stenungsund und von dort über eine Brücke zur Insel Tjörn. Die Brücke wurde in nur 17 Monaten erbaut, nachdem 1980 ein Schiff die Vorgängerbrücke bei starkem Nebel gerammt und so zum Einsturz gebracht hatte.    http://blog.schwedenstube.de/die-tjornbron-und-das-ungluck-vom-askerofjord/

18 wiedermal auf einer Faehre

Dann geht es zu den Fjorden und Schären. Der schönste Abschnitt war sicherlich die Fahrt  über die Insel Malö und Flatön bis nach Fiskebäckskil. Eine traumhafte 24 SchaerenlandschaftSchärenlandschaft mit tollen kleinen, schmalen undkurvenreichen Strassen. Südschweden in seiner ganzen Schönheit. Die Fähren, die gelb angestrichen sind, sind kostenlos, da sie als Brückenersatz deklariert sind und somit nichts kosten. Die Fähren haben keine Schiffsschraube, sondern ziehen sich entlang eines Stahlseiles von einem Ufer zum anderen.

Fjord:
Fjorde sind aus der Eiszeit entstandene Trogtäler, in die das Meer an den Steilküsten der ehemals vergletscherten Gebiete eingedrungen ist. Die Länge der Fjorde kann wie die Tiefe beträchtlich sein. Die Talwände sind meist steil und hoch.

Schären: Schären sind durch das Inlandeis überformte und abgeschliffene kleine Felsinseln. Die Schären begleiten meist in größerer Anzahl die Küste in ehemals vergletscherten Gebieten (Schärenküste). Sie bilden eine vom Meer überflutete Rundhöckerlandschaft

Quelle: Dr. Ernst Neef, Das Gesicht der Erde, Leipzig 1956

 

 

 

 

 

 

                 Das Wetter bleibt grau in grau, gut das der Regen sich in Grenzen hält. Es geht weiter entlang der Küste, bis ich in Strömstad mich entscheide die Fähre nach Sandjefort/Norwegen zu nehmen und nicht hoch bis Moss fahre und dort den Oslofjord überbrücke. So sind es nur gute 300km die ich in Schweden im Sattel sitze. Es ist sehr angenehm in Schweden Velo zufahren, die Autofahrer (auch die mit dem „D“ Aufkleber) sind sehr rücksichtsvoll und überholen einen mit reduzierter Geschwindigkeit und in einem grossen Bogen. Die Menschen sind reservierter wie die Dänen, aber wenn man auf sie zu geht, kann man sich sehr gut auf English mit ihnen reden und austauschen.

Gruss aus Stavanger/Norwegen

13. Juli 2016 

Schweden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildergalerie

  • 01 Willkommen in Varberg Schweden
  • 02 auf dem richtigen Weg
  • 03 Mein erstes Bier
  • 04 fuer die naechste Tour
  • 05 Veloausstellung
  • 06 kein Kommentar
  • 07 hm lecker
  • 08 Goeteburg Fahrradwegweiser
  • 09 Tram in Goeteburg
  • 10 Kunstmuseum
  • 11 hm lecker
  • 12 Festung Buhus in Kaerra
  • 13 dahinten ist der Fjord
  • 14 ueber diese Bruecken muss ich fahren Stenungsund
  • 15 nochmal lecker
  • 16 Stenungsund Tjoernbruecke
  • 17 Schaerenlandschaft
  • 18 wiedermal auf einer Faehre
  • 19 Midsummer Picknick
  • 20 Midsummer Picknick auf dem Land
  • 21 viel Wasser und Wald
  • 22 links
  • 23 Fiskebaekskil
  • 24 Schaerenlandschaft
  • 25 Stromstad Faehre nach Norwegen
  • 26 auf nach Norwegen
  • 27 bye bye Schweden