Südafrika

In Noordoewer reise ich in das 14. und letzte Land auf meiner Afrika-Tour ein, Südafrika. Die Einreiseformalitäten werden immer einfacher und so dauert es nur knapp fünf Minuten bis alles erledigt ist. Ein Strassenschild zeigt mir an, dass es nur noch 679 Kilometer bis nach Kapstadt sind. Ein Katzensprung.

Ich reise entlang der N7 durch das nördliche Kap, durch das Namaqualand, das Land der Namas und der Sans. Jedes Jahr ab August kommen hier Touristen aus aller Welt her, um die Blüte der wilden Frühlingsblumen zu bestaunen. Die Blumenpracht bedeckt Tausende von Kilometern entlang der Strassen. Leider bin ich ein paar Wochen zu früh da, um das einmalige Naturschauspiel geniessen zu können. Dank der vielen Touristen gibt es hier aber eine sehr gute Infrastruktur, so finde ich immer ein gutes Guesthouse und gutes Restaurant, es gibt auch keine Stromprobleme mehr und das warme Wasser im Bad ist ein Genuss.

Bild SüdafrikaIn Springbok gibt es das erste brauchbare Informationsbüro mit Strassenkarten und sonstigen dienlichen Informationen. Ich entscheide mich sobald als möglich von der Hauptstrasse abzubiegen und so nah als möglich der Küste entlang nach Kapstadt zu fahren. Die Strassen inklusive Pannenstreifen sind sehr gut ausgebaut und die letzten Ups und Downs in den Bergen lassen sich leicht bewältigen. In Garies übernachte ich in einem sehr netten Guesthouse und habe die Möglichkeit nach gut drei Monaten im Zelt erstmals wieder meine Sachen in einer Waschmaschine zu waschen. Ich kann von oben in die Waschtrommel schauen und sehe nur noch braunes Wasser. Es braucht drei Waschgänge bis die Wäsche hellbeige wird, das muss erstmal reichen bis Kapstadt. Die Fahrt entlang dem westlichen Kap an der Atlantikküste ist ein weiterer Höhepunkt auf meiner Reise. Die vielen kleinen Fischerdörfchen und -städtchen laden immer wieder zu einem Stopp ein, über Strandfontain, Lambertsbay und Veldrif nähere ich mich langsam meinem Ziel. Ein paar mal sehe ich spielende Delfine an der Küste. Das Wetter spielt ebenfalls mit, trotz Winter wird es hier angenehm warm, sobald die Sonne scheint und der Rückenwind ist mir natürlich sehr willkommen. Das Essen kommt auch nicht zu kurz: frisches Seafood und 500 Gramm Steak stehen auf der Tagesordnung.

Bild Südafrika

Am 11. Juli 2007 um 14 Uhr ist es dann soweit - ich erreiche nach 12752 Kilometern und 284 Tagen Kapstadt. Ich habe mein Ziel erreicht!

Meinen Traum habe ich umgesetzt und gelebt!

Bild Südafrika

Ich bin zufrieden, glücklich und stolz meine Tour gesund, ohne grosse Probleme und reich an Erlebnissen zu Ende gebracht zu haben. Den einzigen Verlust auf der Tour - meine 11 Kilogramm Gewicht - werde ich im Freundeskreis bei gutem Essen und vielen Geschichten wieder wettmachen.

Jetzt geniesse ich ein paar Tage eine der schönsten Städte der Welt, bevor es dann in Richtung Heimat geht, wo ich die Reise erst einmal verarbeiten und den "Resozialisierungsprozess" ankurbeln muss.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei allen Menschen bedanken, die mir unterwegs Mails geschrieben und mich dadurch immer wieder motiviert haben. Ein besonderer Dank geht an Achim Bosse, der die Website aufgebaut und sehr gut gepflegt hat, und an Rolf Schätti der meine Berichte überarbeitet hat. Der grösste Dank geht an meine Mutter und meine Familie, die mich im Herzen auf der ganzen Tour begleitet haben.

Ich werde in nächster Zeit noch "Nachbetrachtungen, Reflexionen" schreiben und im Internet publizieren, die wiederum per Newsletter bekannt gemacht werden...

Tschüss zusammen.

Günter

Route

Die Karte unten zeigt den gefahrenen Weg. Weitere Informationen zur gefahrenen Strecke sind bei auch bei denaltTourdaten zu finden.

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